Null Toleranz bei illegalen Graffiti und Vandalismus

Der DB Regio AG entstehen in Niedersachsen und Bremen durch Vandalismusschäden jährlich Unkosten von rund 1,4 Mio. Euro. Die Graffitidelikte, die einen erheblichen Teil dieser Summe ausmachen, haben in den letzten Jahren stark zugenommen.

Regionalzug in Landschaft

Die materiellen Schäden sind dabei nur die eine Seite. Die Fahrgäste fühlen sich in beschmierten Zügen und Wartehallen und in Abteilen mit zerkratzten Scheiben unwohl. Wer will schon auf einem bemalten oder zerschlitzten Sitz Platz nehmen und einen beschmierten Automaten bedienen? Vandalismusschäden, und dazu zählen auch illegale Graffiti, erzeugen sogar Angst und Unsicherheit. Das Ergebnis: besonders in den Abend- und Nachtstunden bleiben die Fahrgäste aus. Es kommt zu Umsatzeinbußen.

Deshalb gilt der Grundsatz: Beschmierte oder beschädigte Züge werden nach Möglichkeit binnen 24 Stunden gereinigt. Damit wird auch dem Sprayer der Erfolg genommen, sein "Kunstwerk" durch das Land fahren zu sehen. Neben den Reinigungskosten kommen Ausgaben für die technische Prävention hinzu, wie Kameraüberwachung, zivile Sicherheitskräfte und eine aktuell zu haltende Datenbank. Denn illegalen Sprayern droht eine intensive Verfolgung. Jedes Graffitidelikt wird sofort zur Anzeige gebracht. Das Graffito einschließlich Tag (Signatur) wird fotografiert und dokumentiert, so dass auch eine spätere Zuordnung zum Täter nachweisbar wird. Jeder Sprayer sollte daran denken, dass er mit jedem illegal gespraytem Bild sein Schadenskonto erhöht. Oft ist es nur eine Frage der Zeit. Es gilt der Grundsatz der "Null Toleranz-Strategie" bei Wiederholungstätern.