Tipps für Lehrer: Wie können sich Lehrer engagieren?

Schriftgrafik Schule

Kinder und Jugendliche halten sich einen großen Teil des Tages in der Schule auf. Mitunter beobachten Lehrer dabei, dass Schüler deutliche Sympathien für die Graffiti-Kultur entwickeln. Hier gibt es Handlungsbedarf.

Worauf Sie achten sollten:

  • Wenn Sie Graffiti im Unterricht behandeln, klären Sie die Schüler über die Folgen von illegalen Graffiti auf. Beginnen Sie damit bereits bei den Zwölf- bis Dreizehnjährigen.
  • Sollten Ihnen in Heften und Schulbüchern einzelner Schüler Graffiti-Schriftzüge auffallen, schauen Sie sich das schulische Umfeld an. Sie werden sicherlich diese Signaturen in der Schule oder in der näheren Umgebung wiederfinden.
  • Sprechen Sie mit den betreffenden Schülern. Wenn das keine Wirkung zeigt, informieren Sie die Eltern. Vielleicht ist auch ein Gespräch mit dem Schüler, den Eltern und dem Jugendamt sinnvoll. Das hängt immer von der jeweiligen Situation ab.
  • Die Erstattung einer Anzeige bei der Polizei ist nicht immer erforderlich. Entscheidend ist ein schnelles und konsequentes Handeln.
  • Setzen Sie die angekündigten Konsequenzen bei dem Schüler durch. Lassen Sie ihn seine Schmierereien selbst wieder entfernen.
  • Dulden Sie in der Schule keine illegalen Graffiti. Sprayer bringen ihre Graffiti nur dort an, wo sie lange sichtbar bleiben. Deshalb ist ein schnelles Entfernen angesagt. Ansonsten gilt die Regel, da wo bereits gemalt oder gesprayt wurde, kommt sofort Neues hinzu.
  • Am wirkungsvollsten ist es, wenn die Schüler im Rahmen einer Projektgruppe selbst die Reinigungsarbeiten für eine graffitifreie Schule übernehmen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass dies ein wirkungsvoller Weg ist. Durch Eigenverantwortung und Selbstkontrolle entwickelt sich ein neues Wir-Gefühl der Schüler für ihre Schule.

Wenn Sie für die Unterrichtsgestaltung professionelle Unterstützung brauchen, stehen Ihnen pädagogisch geschulte Präventionsbeauftragte der Bundespolizei, des Landeskriminalamts sowie des Landespräventionsrates gern zur Seite. Sie sprechen mit den Schülern über allgemeine Gefahren auf Bahnanlagen, über straf- und zivilrechtliche Konsequenzen bei Vandalismus und illegalen Graffiti und bieten weitere Inhalte zu Fragen der Kriminalprävention an Schulen an. Ebenso können Sie zu thematischen Elternabenden fachkompetente Referenten anfordern.

Der Präventionsunterricht ist kostenlos.

Hotlines

Bundespolizei: 0511/67675-4105
Landespräventionsrat: 0511/1205256